There is no bezahlbarer Wohnraum on a dead Planet!

Podium | Samstag 11.6. | 10–12 Uhr | Großer Saal

Wie können wir Umwelt- und Klimafragen stärker in unsere Bewegung für ein Recht-auf-Stadt integrieren?

Es ist nicht einfach beides unter einen Hut zu bekommen. Eine soziale und eine ökologische Stadtentwicklung scheinen sich immer wieder gegenseitig zu blockieren. Der Gebäudesektor war in Deutschland 2018 für 14% des gesamten CO2 Ausstoßes verantwortlich, leider drehen ausgerechnet die dringend notwendigen energetischen Modernisierungen weiter an der Mietpreisspirale. Es mangelt in vielen Städten an Wohnraum, doch gerade Neubau stößt viel CO2 aus, trägt zu weiterer Versiegelung bei und verbraucht enorme Mengen wertvoller Ressourcen. Soll die Stadt nach innen wachsen, um den urbanen Alltag möglichst kompakt und ressourceneffizient organisieren zu können oder verschwinden damit nicht die letzten innerstädtischen ökologischen Nischen? Orientiert sich eine städtische Verkehrswende an den Bedürfnissen einer privilegierten, urbanen Mittelschicht, deren Vormieter:innen auch noch unfreiwillig an den Stadtrand ziehen mussten?

Wir wollen uns gemeinsam die Frage stellen, ob sich diese (vermeintlichen) Widersprüche auflösen lassen. Als stadt- und mietenpolitische Bewegung haben wir zahlreiche Ziele, Ideen und Vorschlägen für ein besseres und gerechteres Zusammenleben in unseren Städten, doch die Umwelt- und Klimafrage findet angesichts ihrer Dringlichkeit noch zu wenig Beachtung.

Wir wollen uns nicht in Paragraphen oder rechtlichen Grundlagen verheddern, sondern laden zu einem offenen Austausch unter stadtpolitischen Aktivist:innen ein, auf der Suche nach Möglichkeiten und Wegen eine soziale und zugleich ökologische stadtpolitische Bewegung aufzubauen.

Zugesagt haben:

  • Anton Brokow-Loga, Stadtrat in Weimar und Aktivist für sozial-ökologische Transformation
  • Hannah Niemand, Klima- und Stadtaktivistin (Wien)
  • Marina Mironica, Aktivistin von Ecological socialisation (Berlin)
  • Martin Krämer, u.a. Radaktivist von Stadt für alle Bochum
  • (weitere sind angefragt)