
LesenDie Feministische Bibliothek FFM wird ehrenamtlich und selbstverwaltet organisiert. Sie haben jeden Dienstag von 18:00-20:00 Uhr geöffnet und organisieren regelmäßig Lesungen und Diskussionsveranstaltungen. Um einen möglichst geschützten Ort zu schaffen, sind unsere Räume nur FLINTAs (Frauen, Lesben, inter, nicht-binären, trans & agender Personen) zugänglich. Veranstaltungen und Buchausleihe sind für alle offen.
Die normale Ausleihe der Bücher ist kostenlos und am Campus Bockenheim im Offenen Haus. Für das Recht auf Stadt-Forum hat die fembib uns ein paar Bücher geliehen, die angeschaut und auf dem Forum gelesen werden können!
Fr 12.06.2026-So 14.06.2026
Festivalzentrum I: Familienzentrum
soft ffm ist ein offenes feministisches Treffen in Frankfurt. Am Wochenende des Forums gestalten sie eine Bastelecke und bieten einen Zine-Workshop an.
Fr 12.06.-So 14.06.
Zine Workshop: Sa, 13.06, 11:45-13:15
Festivalzentrum I: Familienzentrum
Stadtrallye von Jana & Sina
Auf der Stadtrallye zum »Modell Offenbach« könnt ihr Momente Offenbacher Stadtpolitik erkunden. Erfahrt mehr über die widersprüchlichen Geschichten und Orte dieser Stadt und bewältigt die Aufgaben und Rätsel, die auf euch zukommen. Dabei geht es um nichts weniger als alles! Neben dem Kampf um eine Stadt für Alle gibt es noch etwas anderes Solides zu gewinnen. Die Rallye kann jederzeit vom 12.-14.06.26 gestartet werden. Los geht’s am Festivalzentrum des Recht auf Stadt Forums, Arthur-Zitscher-Str. 13. Dauer ca. 60-90 Minuten.
Das ganze Wochenende!
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Festivalzentrum I: Familienzentrum
FR 12.06.2026
ab 13 Uhr
Familienzentrum
Kundgebung, mit Stadtspaziergang, Diskussionsveranstaltung, Film Screening, kollektivem MappingWie verändert KI-gestützte Videoüberwachung den öffentlichen Raum – und für wen wird die Stadt dadurch sicherer oder unsicherer? Im Frankfurter Bahnhofsviertel wird derzeit der Einsatz von (KI-)Videoüberwachung getestet. Gemeinsam mit Nachbar*innen, Initiativen und Studierenden der TU Berlin führen wir eine kritische Auseinandersetzung über Überwachung, Kontrolle und dem Recht auf Stadt. Die Kundgebung verbindet einen Stadtspaziergang, öffentliche Diskussion, Mapping, Film-Screenings und einen offenen Info-Kiosk. Im Mittelpunkt stehen Perspektiven von Menschen, die das Viertel besonders intensiv nutzen und von der Überwachung am stärksten betroffen sind – darunter migrantische Communities, Drogenkonsument*innen, Wohnungslose und Sexarbeiter*innen. Beteiligte Initiativen sind: u.a. Wohnungslosenstiftung, Migrant Support Network, Datenschützer Rhein-Main, Förderverein Roma e.V. (teilweise tbc). Mit kollektivem Mapping, mehrsprachigen Materialien und Gesprächen im öffentlichen Raum soll Wissen niedrigschwellig zugänglich gemacht und Austausch ermöglicht werden um eine Debatte über KI-Überwachung und informationelle Selbstbestimmung anzustoßen.
Programm:
13.00-14.00h Start Kundgebung / Nachbarschaftskiosk (bis 19h)
14.00-15.00h Panel und Diskussion (Sprache DE)
15.00-16.00h Stadtspaziergang – Datenschützer Rhein-Main
Rahmenprogramm:
17.00-19.00h Film Screening – Erdgeschoß Niddastraße 57 (u.a. Migrant Support Network)Fr 12.06.2026
13:00–16:00 Uhr
Frankfurter Bahnhofsviertel – Karlsplatz (Höhe Niddatrsaße 64)
Detaillierte Wegbeschreibung: vom Hauptbahnhof Frankfurt Richtung Karlstraße (5 Minuten), auf dem linken Fußgänger*innenweg an der nächsten Kreuzung links in die in die Niddastraße, am Ende der Straße (Sackgasse) findet ihr den Kiosk im Niddasack / oder: vom Hauptbahnhof Richtung Tram-Haltestelle ›Platz der Republik‹ auf der rechten Seite der Düsseldorfer Str. kurz vor der Haltestelle ›Platz der Republik‹ rechts in die Unterführung in den Niddasack (barrierefreier Zugang)
ACHTUNG: wegen einer Großbaustelle in Karl-/Niddastraße ist der Ort nicht mit dem Auto erreichbar und die Wege beengt.
Stadtrallye
Auf der Stadtrallye zum »Modell Offenbach« könnt ihr Momente Offenbacher Stadtpolitik erkunden. Erfahrt mehr über die widersprüchlichen Geschichten und Orte dieser Stadt und bewältigt die Aufgaben und Rätsel, die auf euch zukommen. Dabei geht es um nichts weniger als alles! Neben dem Kampf um eine Stadt für Alle gibt es noch etwas anderes Solides zu gewinnen. Die Rallye kann jederzeit vom 12.-14.06.26 gestartet werden. Los geht’s am Festivalzentrum des Recht auf Stadt Forums, Arthur-Zitscher-Str. 13. Dauer ca. 60-90 Minuten.
Fr. 12.06.2026
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Familienzentrum
19:00–21:00 Uhr
Festivalzentrum II
Film und Gesprächsrunde
französisch mit englischen Untertiteln
Die algerische Filmemacherin interviewt Bewohnerinnen von Plan d'Aou, einem Randquartier im Norden Marseilles, über die dortigen Ausgrenzungs- und Verdrängungsstrategien der letzten 50 Jahre.
Hintergrund: Marseille ist in aller Munde als coole Großstadt am Mittelmeer, doch dieser Film beleuchtet einen Teil von Marseille, der trotz seiner schönen Aussicht aufs Meer zum Spielball der Marseiller Stadtplanung wurde. Mal mit großen Entwicklungserwartungen konfrontiert, mal im Stich gelassen und abgewertet, finden die Bewohnerinnen klare Worte darüber, was das mit Rassismus und Klassismus zu tun hat und inwiefern über den städtischen Raum Gemeinschaft und Solidarität ermöglicht, aber auch aktiv verunmöglicht wird.
FR 12.06.2026
21:00–23:00 Uhr
Walterpassage
8:30–9:30 Uhr
Festivalzentrum II
Verbünden & Bewegungen verbinden / Werkstatt
Das Riso Paradiso ist ein feministisches, selbstorganisiertes Risografie-Kollektiv aus Offenbach Stadtmitte. Seit der Gründung in 2023, stellt unsere Druck-Werkstatt den einzigen nicht- kommerziellen Risodruck-Ort in der Offenbacher Innenstadt dar.
Die Mitglieder des Kollektivs bringen individuelle Kompetenzen aus Illustration, freier Kunst, Grafik und Buchdesign oder Kulturarbeit ein und teilen sich Verantwortlichkeiten wie Werkstattbetrieb, Materialbeschaffung, Terminplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Workshopgestaltung und so weiter. Wir hoffen mit unser Plakat 101 Workshop, lernen wir nicht nur neue leute kennen aber lernen wir alle zusammen ein neuen Skill und Drucktechnik dass Umwelt- als auch Geldtaschen-freundlich ist
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Walterpassage
Verbünden & Bewegungen verbinden / Workshop
Am 6.9. ist Wahl in Sachsen-Anhalt, und höchst wahrscheinlich wird die AfD das erste Mal stärkste Kraft – mit Abstand. Dies wird ein Protestmoment auf Ansage werden, fast mit Sicherheit wird der typische links/bürgerliche Empörungsreflex zu deutschlandweiten Demos führen. Die zu nichts führen werden – es sei denn, wir schaffen es endlich, die Fokussierung auf die AFD aufzubrechen und Antifaschismus mehr als solidarische Praxis in organisierten Strukturen, in der Nachbarschaft, zu verstehen.
Wir als Demos neu Denken glauben, dass Demos so verpuffen, liegt vor allem daran, dass sie 1. den Menschen eine passive Rolle zuweisen, 2. Demos kaum geeignet für Vernetzung und Organisierung sind und sie 3. nur appellieren und damit Ohnmacht erzeugen. „Demos neu denken” bedeutet für uns, dass Menschen in Kleingruppen einander begegnen, konkrete Taktiken kennenlernen und darüber sprechen sollen. Sie sollen sich über die Demo hinaus vernetzen und linke Gegenöffentlichkeiten aufbauen. Außerdem glauben wir, bei Demos zur Wahl in Sachsen-Anhalt temporäre Platzbesetzungen planen sollten. An diesem Ort könnte konkrete Solidarität erfahrbar werden und durch Austausch eine Organisierung in lokale Strukturen erfolgen. Das Ziel wäre, diese Platzbesetzungen als zentralen Moment für die Recht auf Stadt Bewegung zu gestalten.
Lokale Mieter*inneninitiativen, Stadtteilgewerkschaften, Antifa-Gruppen, Küfa- Kollektive und Vergesellschaftungsinitiativen verfügen über wichtiges Wissen über antifaschistische Taktiken und können bestehende Praxis anbieten an denen sich Menschen anschließen können. Demos, die Bewegungen aufbauen, bieten die Möglichkeit mit konkreten Menschen die daran interessiert sind ins Gespräch zu kommen. Damit könnten Demos zu einem verbindenden Element werden, zwischen „Recht auf Stadt”-Initiativen und vereinzelten Menschen, die Handlungsdruck verspüren. Denn Antifaschismus beginnt, bei der Nachbarwohnung. Wir wollen im Workshop über Demo im allgemeinen und über mögliche Platzbesetzungen im nächsten Protestmoment sprechen und mit euch diskutieren, wie Demos gestaltet sein müssten, um die Recht auf Stadt Bewegung zu unterstützen.
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Walterpassage
Workshop
Architects for Tempelhofer Feld is a network of architects and planners who resisted construction on the Feld by organizing submissions to the 2024-25 Tempelhofer Feld Ideas Competition which contained no new permanent construction. This session will present the story of Architects4THF as a demonstration of how "experts" can collaborate with citizens and grassroots initiatives to intervene in official state urban development processes. The session will also include a workshop in which participants will explore ways initiatives with different strategies can work towards the same goal. By surveying the movement landscape, we will see how different organizations form an "ecology" of struggle, and ask how different modalities - protest, program, or project - can turn towards larger-scale reforms which could unlock new possibilities for struggle for all.
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
radraum
Bezahlbarer Wohnraum & Mietkämpfe / Workshop
Wir bringen unser Wissen zum Thema Betriebskostenprüfung mit und lernen gemeinsam die Handlungsoptionen kennen. Für alle, die zur Miete wohnen, vor ihrer Betriebskostenabrechnung stehen und sich fragen: Darf mein Vermieter das verlangen? Unser Ziel ist es Mieter:innen zu befähigen für ihre Rechte rund um die "zweite Miete" einzutreten und neben der Prüfung der Abrechnung selbst ins Handeln zu kommen. Wissen befähigt uns, kollektives Lernen macht uns stark und ermöglicht es in Zukunft gegen falsche Betriebskostenabrechnungen vorzugehen.
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Stadtbibliothek
Spaziergang
Mittels Knetstempel-Technik (Modellierknete & Stempelkissen) werden dreidimensionale Formen aus dem Stadtraum gesammelt und zweidimensional auf Papier reproduziert. Darunter sind architektonische Elemente, Natur, urbane Strukturen, Schriften, gefundene Objekte… Während der performativen künstlerischen Arbeit im (öffentlichen) Raum entsteht ein Dialog mit Orten und Menschen.
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Startpunkt: Offenbach Hbf
Leerstand / Abriss Öffentliche Räume & kollektive Orte / Spaziergang
Was hat Abriss mit Recht auf Stadt zu tun? Warum brauchen wir eine Post-Abriss-Bewegung? Auf einem Spaziergang durch Offenbach wollen wir uns dem Abriss geweihte Gebäude anschauen und ihren Wert erkunden. Außerdem wollen wir wissen: Wie sieht es in euren Städten aus? Wird da auch ein Gebäude nach dem anderen abgerissen? Und wie steht es um die Gegenstimmen? Wir sind die Initiative POST.ABRISS aus Dortmund und versuchen das Thema Abriss mehr in den Stadtdiskurs zu bekommen. Mit interaktiven Formaten machen wir auf geplanten Abriss aufmerksam und kommen mit Alltagsnutzenden ins Gespräch.
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Startpunkt: Ostpol
Aufgrund von kurzfristigen Programmabsagen, gibt es noch Platz in unserem Programm.
Wer möchte, ist herzlich eingeladen sich am Infopoint zu melden, um den frei gewordenen Raum mit einer Programmidee zu füllen!
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Kapelle Offenbach
Kämpfe verbinden / interaktiver Spaziergang, Input, Austausch an drei Stationen
Das Mietshäuser-Syndikat ist ein wohnungspolitische Alternative, mit der Wohnraum dem Markt entzogen und bürgerliche Eigentumsverhältnisse in Frage gestellt werden. Für viele Menschen erscheint es jedoch abstrakt und komplex. Der Workshop soll das ändern – und einen Raum schaffen, in dem das Syndikat nicht nur erklärt, sondern erlebbar und diskutierbar wird. Wir treffen uns pünktlich (!) 9.30 am Familienzentrum, machen eine kleine Einführung und spazieren zum ersten und bis dato leider einzigen Mietshäusersyndikats Projekt LaRo 5. Vor Ort gibt es einen kurzen Input und Austausch an drei Stationen (Warum MHS und nicht Genossenschaft? /Wie geht Leben in (unterschiedlichen) Wohnprojekten? / Wie ein MHS-Projekt gründen?) Gerne hören wir auch von euren Wohnerfahrungen!
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Familienzentrum
Bezahlbarer Wohnraum & Mietkämpfe / Workshop
Recht auf Stadt Köln und Weitere aus dem bundesweiten Mietendeckelspektrum
Workshop mit Präsentation zum aktuellen Stand der bundesweiten Kampagne einschließlich
Gesetzentwurf mit Konzept und Petitionsplanung
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Ostpol
postmigrantische Gesellschaft / Inputs & Diskussionen
Der Workshop soll einen (sehr kompakten) Überblick über zentrale Stationen des Asyl- und Aufenthaltsrechts mit einer politischen Perspektive auf Bleiberechte, Abschiebungen und solidarische kommunale Vernetzung geben. Wie können wir Kämpfe um Wohnraum, Zugang zur Stadt und soziale Teilhabe mit dem Einsatz gegen Abschiebungen und für Bleiberechte verbinden?
Hessischer Flüchtlingsrat
SA 13.06.2026
9:30–11:00 Uhr
Familienzentrum
Verbünden & Bewegungen verbinden / Werkstatt
Das Riso Paradiso ist ein feministisches, selbstorganisiertes Risografie-Kollektiv aus Offenbach Stadtmitte. Seit der Gründung in 2023, stellt unser Druck-Werkstatt den einzigen nicht- kommerziellen Risodruck-Ort in der Offenbacher Innenstadt dar.
Die Mitglieder des Kollektivs bringen individuelle Kompetenzen aus Illustration, freier Kunst, Grafik und Buchdesign oder Kulturarbeit ein und teilen sich Verantwortlichkeiten wie Werkstattbetrieb, Materialbeschaffung, Terminplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Workshopgestaltung und so weiter. Wir hoffen mit unser Plakat 101 Workshop, lernen wir nicht nur neue leute kennen aber lernen wir alle zusammen ein neuen Skill und Drucktechnik dass Umwelt- als auch Geldtasche-freundlich ist
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Walterpassage
Solidarische Nachbarschaft / Austauschformat
Wir vom Solidarischen Gallus möchten einen Einblick in unsere revolutionäre Basisarbeit im Frankfurter Stadtteil Gallus geben. Unser Ziel ist eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft. Wir glauben, dass ein guter Ausgangspunkt dafür der eigene Stadtteil ist. Hier kommen wir mit Menschen in Kontakt, die unter steigenden Mieten, schlechten Arbeitsbedingungen, Rassismus oder Sexismus leiden. Mit Sozial- und künftig auch Mietberatungen versuchen wir, konkrete Unterstützung anzubieten und gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, sich gegen diese Verhältnisse zu organisieren. Dahinter steht die Idee, dass Menschen mit ihren Problemen nicht allein sind und Veränderungen nur gemeinsam erkämpft werden können. Diesen Ansatz verfolgen wir nun seit knapp zwei Jahren. Wir möchten von unseren bisherigen Erfahrungen berichten, über unsere Lernprozesse sprechen und mit euch darüber diskutieren, welche Chancen, Herausforderungen und Perspektiven dieser Ansatz heute bietet.
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Ostpol
Öffentliche Räume und kollektive Orte / Workshop/Spaziergang
Mit dem Linken Zentrum „Änne Salzmann“ entsteht in Offenbach ein selbstorganisiertes Projekt, das auf Entwicklungen reagiert, die viele Städte aktuell prägen: Jugendzentren und Kulturangebote geraten unter Druck, immer mehr Vereine und andere „dritte Orte“ verschwinden, Vereinzelung nimmt zu – während rechte Kräfte an Einfluss gewinnen. Dem setzen wir eine praktische Gegenantwort „von unten“ entgegen: Räume, die nicht von Vermieter*innen, staatlicher Verwertungslogik oder kurzfristigen politischen Stimmungen abhängig sind.
Im Workshop stellen wir das Projekt Linkes Zentrum Offenbach vor: ein Ort, der von Engagierten gekauft wurde und sich derzeit im Umbau befindet – mit dem Ziel, sich dem Zugriff von Vermietern und staatlichen Akteuren ein Stück weit zu entziehen und langfristig handlungsfähig zu bleiben. Dabei geht es um zentrale Fragen, die viele Initiativen beschäftigen: Wie können dauerhaft unabhängige Räume geschaffen und gesichert werden? Wie kommt man an Immobilien in hochpreisigen Ballungsräumen? Welche Organisations- und Finanzierungsmodelle sind realistisch? Und was bedeutet es, „Gegenmacht“ in der Stadt konkret aufzubauen und zu verstetigen
Der Workshop richtet sich an alle, die an einem konkreten Projektmodell interessiert sind – ob aus Initiativen, Nachbarschaften, Kultur- oder politischen Zusammenhängen. Neben der Projektvorstellung steht der Austausch im Mittelpunkt: Wir diskutieren Herausforderungen, Stolpersteine und Learnings und laden dazu ein, Strategien für langfristige Räume und städtische Organisierung gemeinsam weiterzudenken.
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Walterpassage
Workshop
Im Workshop nutzen wir (kollaboratives) Schreiben als aktivistische Praxis. Gemeinsam wollen wir Stadt schreiben, statt stumm bleiben: Dazu erproben wir Methoden des kreativen und ethnographischen Schreibens. Wir schreiben für uns allein und gemeinsam, ausgehend von unserem aktivistischen Tun und Erleben, über uns, unseren Aktivismus und diese Welt.
Weil sich schreibend reflektieren und die Welt gestalten lässt, begreifen wir Schreiben als politische Praxis: Die Geschichten, die wir über die Welt erzählen und wie wir uns erzählen, bestimmen, was wir für möglich halten, was wir denken, fühlen und sagen. Kultur, Wissen, Welt- und Stadtordnungen werden von Menschen geschrieben, erzählt und weitergetragen. Wenn wir selbst zu Schreibenden werden, können wir diese Geschichten und Weltordnungen anders erzählen, verschieben und aufbrechen. Mit praktischen Übungen, kurzen Inputs und gemeinsamen Diskussionen erproben wir unterschiedliche Zugänge ins Erzählen und Texten zu Stadt und Aktivismus: vom freien Schreiben über Vignetten bis hin zu kollaborativen Texten, die aus unseren (aktivistischen) Erfahrungen, Ideen und Wünschen entstehen.
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Kapelle Offenbach
Workshop
Der Workshop stellt Kreisler als Modell vor, das Gewerbeleerstand in alltagsnahe, gemeinschaftsgetragene Infrastruktur für Reparatur, Teilen, Kreislaufwirtschaft, Begegnung, nachbarschaftliche Katastrophenvorsorge und Selbstorganisation übersetzt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass in vielen Städten sichtbarer Leerstand auf einen Mangel an bezahlbaren, kollektiven Orten trifft. Am Beispiel des Kreisler in Berlin-Neukölln wird gezeigt, wie aus einer leerstehenden Erdgeschossfläche ein im Alltag verankerter Ort werden kann, der praktische Angebote schafft und Menschen über gemeinsames Tun miteinander verbindet. Im Kern geht es dabei um Resilienz: um Orte, an denen Nachbarschaften Fähigkeiten, Beziehungen und Handlungsspielräume aufbauen, die im Alltag tragen und in Krisen entscheidend werden. Dazu gehört auch die Frage, wie solche Orte wirtschaftlich so organisiert werden können, dass sie nicht dauerhaft von kurzfristiger Projektlogik abhängig bleiben. Diskutiert wird deshalb gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften als solidarisches Finanzierungsmodell, das über Mitgliedschaften, Mitverantwortung und geteilte Nutzung eine gewisse Unabhängigkeit und langfristige Verankerung ermöglicht. Im nächsten Schritt richtet der Workshop den Blick auf die strukturellen Bedingungen solcher Orte: auf Trägerschaft, Leerstandsaktivierung, Kooperationen mit Wohnungswirtschaft, Verwaltung und öffentlicher Hand sowie auf die Frage, wie mit dem "social franchise" aus einzelne Projekte ein dezentrales Netzwerk -sich gegenseitig unterstüzende- gemeinwohlorientierter Infrastruktur werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei, welche Allianzen dafür nötig sind, wo Konflikte und Widersprüche entstehen und wie gemeinschaftlich getragene Orte nicht nur ermöglicht, sondern dauerhaft anerkannt werden können. Der Workshop präsentiert kein fertiges Rezept, sondern eröffnet einen Raum für Austausch mit anderen Initiativen und Projekten.
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Klingspor Museum
Workshop
Die Initiative ‚Soziale Wärmewende Jetzt!‘ ist eine bundesweite Vernetzung von Gruppen, die sich für eine Wärmewende im Wohnungssektor einsetzen, die nicht auf Kosten von Mieter*innen geht. Wir verstehen Klimapolitik und bezahlbares Wohnen nicht als Gegensatz, sondern als zwei Seiten derselben Medaille. Nur Wohnungen, die im Sommer kühl und im Winter warm genug sind, sind angemessene Wohnungen – bezahlbare Heizkosten bilden die Grundlage für bezahlbares Wohnen. Die vielbeschworenen Konflikte zwischen sozialen und ökologischen Zielen in der Wohnungsversorgung ist das Ergebnis einer Politik, die Klimaschutz mit den Profitinteressen der Immobilienbranche in Einklang bringen will. In unserem Workshop möchten wir euch die Probleme und Konflikte, aber auch Möglichkeiten für die politische Praxis in der Wärmewende näherbringen. Was ist eine Modernisierungsumlage? Was ist das Problem beim sogenannten Wärmecontracting? Warum sollte das neue Gebäudemodernisierungsgesetz verhindert werden? Das sind Fragen, auf die wir im ersten Teil unseres Workshops eingehen werden. Ein Schwerpunkt wird dabei auf unserer aktuellen Kampagne zum geplanten Gebäudemodernisierungsprojekt liegen, mit der wir dazu ermutigen wollen, auf lokale Abgeordneten einzuwirken. Im zweiten Teil wollen wir euch die konkrete Arbeit des Bündnisses näherbringen. Dabei spielt Organizing von Mieter*innen eine zentrale Rolle. Was ist Organizing und wie startet man ein Organizingprojekt? Mit welchen Hürden muss man rechnen und wie kann man damit umgehen? Wie lassen sich Projekte Verstetigen?
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
radraum
Ernährungsgerechtigkeit / Workshop
Essen darf kein Luxus sein. Doch immer mehr Menschen können sich nicht mehr jeden Tag eine warme Mahlzeit leisten. In den letzten fünf Jahren sind die Preise für Grundnahrungsmittel um mehr als 35 Prozent gestiegen – angesichts von (Iran-)Krieg und Klimakollaps droht sich dies künftig fortzusetzen. Bundesweit sind es über 10 Millionen Menschen, die nicht einmal jeden zweiten Tag eine ausgewogene Mahlzeit bezahlen können. Das Bürgergeld sieht lediglich ca. 6,50 Euro am Tag für Lebensmittel vor. Doch anstatt sicherzustellen, dass alle Menschen in Deutschland sich ausgewogen ernähren können, kürzt die Bundesregierung immer weiter.
Armut ist nicht das einzige Problem. In allen großen Städten in Deutschland, eine Epidemie der Einsamkeit. Kein Wunder: immer mehr Menschen leben in Singlehaushalten und Arbeitsverhältnisse werden prekärer. Die Sorgearbeit bleibt dabei auf der Strecke. Im Zuge des Abbau des Wohlfahrtsstaat, wird die Verantwortung für Versorgung und Sorgearbeit vielfach individualisiert und auf Privathaushalte abgeschoben. Es fehlt an öffentlichen Räumen, an denen Menschen unabhängig von ihrem Einkommen und ihrer Lebenssituation zusammenkommen können. Die braucht es nicht nur für eine lebenswerte Gesellschaft, sondern auch für eine funktionierende Demokratie. Solidarische Küchen können hier als konkrete Utopie einen grundlegenden Beitrag liefern, indem sie Isolation mindern, nachhaltige Ernährung ermöglichen und Sorgearbeit auf den Tisch bringen und die Verantwortung dafür neu verteilen.
Seit 5 Jahren existiert in Frankfurt die ada_kantine, die ehrenamtlich an vier Tagen die Woche bis zu 300 Mahlzeiten mit vor allem geretteten Nahrungsmitteln produziert. Im letzten Jahr haben sich in Frankfurt die Initiative für eine Stadtviertel-Küche im Riederwald gegründet, die sich für eine von einem kommunalen Eigenbetrieb getragene Stadtteil-Küche einsetzt. Das ebenfalls neue „Netzwerk Gemeinschaftsküchen FFM“ versucht die Forderung, Stadtteilküchen (wie Schwimmbäder, Jugendzentren oder Theater) als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu etablieren, in der ganzen Stadt hegemonial zu machen. In Berlin vertritt die Partei Die Linke das Konzept von Kiezkantinen und in vielen Städten gründen sich neue KüfA-Inis.
Welche Rolle können kommunale Stadtteil-Küchen bei Kämpfen um das Recht auf Stadt haben? Welche Chancen und Grenzen bieten Stadtteil-Küchen bei der Kollektivierung von Sorgearbeit und Dekommodifizierung von urbanen Ernährungssystemen? Welchen Einfluss können sie auf ein sozial-ökologisch nachhaltige Lebensmittelproduktion nehmen?
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Stadtbibliothek
Fahrradtour
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Start- und Endpunkt: radraum
Leerstand / Öffentliche Räume & kollektive Orte / Stadtrundgang
Leere Geschäfte, heruntergelassene Rollläden, Briefkästen ohne Namen, Büros, in denen schon lange niemand mehr gearbeitet hat – Leerstand ist in vielen Städten allgegenwärtig, ist aber oft schwer greifbar und wird noch seltener systematisch erfasst. Die Kampagne leben statt Leerstand lädt zum gemeinsamen Spaziergang durch die Offenbacher Innenstadt ein. Nach einem kurzen Input zu verschiedenen Arten von Leerstand erkunden wir gemeinsam die Innenstadt, dokumentieren was wir sehen und fragen: Was verrät Leerstand über den Umgang mit Wohnraum und Boden als Ware? Und wie lassen sich leerstehende Räume als Orte eines Rechts auf Stadt für alle Bewohner:innen zurückgewinnen?
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Startpunkt: Walterpassage
Workshop
gemeinsam schnipseln, kleben und träumen
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Familienzentrum
Öffentliche Räume & kollektive Orte / Workshop
ACHTUNG TRIGGERWARNING: Im Zuge des Workshops können/werden belastende oder traumatisierende Erfahrungen zur Sprache kommen. Voraussetzung für diesen Workshop ist die Bereitschaft, sich mit dem Thema und ggf. eigenen Gewalterfahrungen auseinanderzusetzen
Workshop zu Gewalterfahrungen im öffentlichen Raum: Gemeinsam sprechen wir über Bedrohungen, Übergriffe und Gewalt auf der Straße, in Einrichtungen oder im Alltag wohnungsloser Menschen. Anhand von Gesprächen, kurzen Inputs und Rollenspielen geht es um Ursachen von Gewalt, Deeskalation, gegenseitige Unterstützung und Möglichkeiten des Selbstschutzes. Der Workshop enthält sensible Inhalte. Moderation und Input durch Markus (Frankfurt) und weitere Erfahrungsexpert:innen aus dem Netzwerk der Wohnungslosen_Stiftung.
SA 13.06.2026
11:45–13:15 Uhr
Familienzentrum
13:15–15:15 Uhr
Festivalzentrum II
Organizing als Methode ist in der Mieter:innenbewegung mittlerweile weit verbreitet. Aber wohin organisieren wir eigentlich? Welche langfristigen Strukturen können die meist kurzlebigen Mieter:innen-Initiativen ergänzen? Immer häufiger greifen zudem nicht nur Bewegungsinitiativen, sondern auch stärker institutionalisierte Akteure auf Organizing-Methoden für den Aufbau von Mieter*innenstrukturen zurück – so zum Beispiel erste Mietervereine, Mietergewerkschaften und die Linkspartei. Dabei gehen unterschiedliche Organisationsformen jeweils mit eigenen Möglichkeiten und Abhängigkeiten einher. In dieser Veranstaltung möchten wir zeigen, wie Organizing in verschiedenen Organisationen und ohne aussehen kann. Anschließend möchten wir uns auch die Frage stellen, welche Potenziale es gibt, verschiedene Ansätze für eine schlagkräftige Mieter*innenbewegung ineinandergreifen zu lassen.
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
Ostpol
öffentliche Räume & kollektive Orte / Workshop
Der Designkiosk ist eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum des
Senefelderquartiers und Musikerviertels in Offenbach. Als mobiler Treffpunkt schafft
er einen Ausgangsort, an dem Menschen bewusst oder zufällig zusammenkommen,
ihre Umgebung neu wahrnehmen und gemeinsam aktiv werden. Das Projekt lädt
dazu ein, den Stadtteil aus einer gestalterischen Perspektive zu erkunden und
eigene Ideen einzubringen.
Im Rahmen der Designkiosk-Reihe werden unterschiedliche Formate erprobt, die
Bewegung, Austausch und kreatives Arbeiten verbinden. Bei diesem Termin steht
ein Rundgang mit Video-Aktion im Senefelderquartier im Mittelpunkt: Orte und
Atmosphären im urbanen Raum werden erkundet und filmisch dokumentiert. Wie
kann über den öffentlichen Raum künstlerisch bestimmt werden? Welche
Perspektiven können sichtbar gemacht werden? Hiermit soll das Verständnis vom
Recht auf Stadt bewusst gemacht und erweitert werden.
Wir fragen uns: Nasılsın? Wie geht es Dir? Und wie soll die Stadt und Gesellschaft
der Zukunft aussehen? Welche Rolle kann hierbei Design und Kunst spielen?
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
Designkiosk Senefelderquartier Offenbach, Hermannstraße 16, 69063 Offenbach am Main
Stadtspaziergang
Aufkleber auf Ortsschildern, Graffiti an Bahnhöfen und Autobahnbrücken markieren den Sozialraum und das symbolische Territorium von Fußballfans in „ihrer“ Stadt. In Städten wie Offenbach gibt es kaum noch einen Laternenpfahl, der nicht beklebt ist. Sticker, Tags und Graffiti sind zentrale Ausdrucksformen von Fan- und Jugendkulturen und fungieren als Mittel der Aneignung des öffentlichen Raums. Diese Praktiken sind jedoch nicht ausschließlich subkulturell geprägt. Zunehmend greifen auch wirtschaftliche und politische Akteur*innen auf die ästhetischen Stilmittel der Jugendkultur zurück, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und eigene Botschaften im Stadtraum zu platzieren. Dadurch verschieben sich Bedeutungen und Deutungshoheiten innerhalb des öffentlichen Raums. Kulturelle und ästhetische Praktiken prägen urbane Räume grundlegend, indem sie als Bühnen für die eigene Positionierung im sozialen Gefüge der Stadt dienen (vgl. u. a. Goffman 1983; Zukin 1995). Sichtbare Markierungen im Stadtraum strukturieren dauerhaft Wahrnehmung und Zugehörigkeit, verhandeln Territorien und Positionen täglich neu. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage: Wem gehört die Stadt? Im Rahmen eines Stadtspaziergangs wollen wir gemeinsam Offenbach erkunden: Was wird im öffentlichen Raum verhandelt? Wer macht sich sichtbar – und wer nicht? Welche Themen und Konflikte schreiben sich in die Stadt ein?
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
Startpunkt: Familienzentrum
Forschungswerkstatt
Im Forschungsprojekt "Doing Neighborhood: Die transkulturelle und interreligiöse Infrastruktur der Konvivialität
in (post)migrantischen Gesellschaften" soll das Zusammenleben in Südhessen – Offenbach, Darmstadt, Hanau – untersucht werden. Uns interessieren, wie solidarische Unterstützungsnetzwerke in Nachbarschaften entstehen. Der Fokus soll auf den Akteur*innen liegen, die diese wichtige (Vernetzungs- und/oder Sorge-)Arbeit leisten. Wir möchten damit die Bedingungen verstehen, die das Zusammenleben und die gemeinsamen Kämpfe in der (post-)migrantischen Stadt ermöglichen – oder aber auch beschränken. Wir wünschen uns, dass diese Forschung möglichst partizipativ gestaltet wird, und möchten auf die Bedürfnisse der Akteur*innen eingehen. Im Workshop möchten wir bestenfalls gemeinsam mit Aktiven aus der Nachbarschaft und RaS Bewegung, MSOs und Interessierten mit und ohne Vorerfahrung überlegen, wie diese Forschung für die Akteur*innen selbst nützlich sein kann. Dafür sollen Strategien erarbeitet werden, wie einerseits Akteur*innen erreicht werden können. Andererseits stellen wir uns auch die Frage, wie (oder auch ob) Forschung konkret Kämpfe um kollektive und inklusive Räume unterstützen kann.
Der Workshop verbindet einen kurzen Input zu partizipativer und stadtethnografischer Forschung mit einer Werkstatt, in der wir zusammen mit Teilnehmenden aus Initiativen und Nachbarschaften konkrete Forschungsfragen und Projektideen entwickeln.
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
Stadtbibliothek
Öffentliche Räume & kollektive Orte / Podiumsdiskussion
Kirchen als Dritte Orte: Potentiale für die Stadtgesellschaft Können Kirchen die konsumfreien, offenen Räume sein, die unsere Städte heute so dringend brauchen? Im Rahmen der World Design Capital 2026 (Projekt „Sonic Sites“) und des bundesweiten Recht-auf-Stadt-Forums diskutiert wir über die Zukunft kirchlicher Orte im Stadtraum. Vom sozialen Ankerpunkt wie der Initiative „Essen und Wärme“ bis hin zur kulturellen Transformation: Wir fragen, wie Kirchen lebendige „Dritten Orten“ für Begegnung, Kultur, Teilhabe und demokratische Öffentlichkeit bleiben können. Ein Talk mit Expert:innen aus Wissenschaft, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft.
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
Johanneskirche Offenbach, Ludwigstraße 135
Mobilität, Workshop
Jakob Steinkötter, Nils Beyer (Bauhaus-Universität Weimar)
Wie sieht die Zukunft der Radmobilität in Offenbach und darüber hinaus aus? Wie entwickeln wir gemeinsam eine geteilte Vision der Verkehrswende - und welche Methoden helfen uns, eine erstrebenswerte Zukunft rund ums Rad zu denken? Wie können wir uns eine Fahrrad-Utopie, eine Velotopia, vorstellen?
Dieser Workshop beleuchtet Probleme und Hürden der Verkehrswende in Deutschland und unternimmt den Versuch, normative, kollektive Zukunftsvisionen einer Velotopia zu skizzieren und mögliche Handlungsfelder aufzuzeigen. Er schließt an die Fahrradtour „Fahrradstadt Offenbach" an - eine vorherige Teilnahme ist jedoch nicht erforderlich.
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
radraum
Obdachlosigkeit, Öffentliche Räume & kollektive Orte / Workshop
Wir sprechen über räumliche Exklusion wohnungsloser Menschen im öffentlichen Raum: Wie Gestaltung, Atmosphäre und planerische Entscheidungen Teilhabe beeinflussen und häufig zu Ausschlüssen führen. Wir sprechen über Potenziale einer bedürfnisorientierten Freiraumplanung, die wohnungslose Menschen nicht verdrängt, sondern aktiv einbezieht. Dabei schauen wir besonders auch auf die spezifischen Bedarfe wohnungsloser Frauen* Mit dem entwickelten Konzept „Stadt für alle“ verstehen wir den öffentlichen Raum als sozialen Handlungsraum und plädieren für eine stärkere Verknüpfung von Architektur und sozialer Perspektive, um inklusive Stadträume zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gestaltung dazu beitragen kann, wohnungslose Menschen nicht nur räumlich zu integrieren, sondern ihre Teilhabe zu stärken und bestehende gesellschaftliche Stereotype kritisch zu hinterfragen, ohne ihre Präsenz zu verschleiern oder zu stigmatisieren.
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
Klingspor Museum
Vortrag / Diskussion
Doña Carmen e.V.
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
Walterpassage
Vortrag
Frankfurt war im Gefolge der 1968-Bewegung bundesweit die erste Stadt, in
der die Beschäftigung mit der problematischen Stadtentwicklung,
Gentrifizierung und Verdrängung zu Hausbesetzungen als offensiver
Aktionsform führte. Ab 1970 wurden im Frankfurter Westend eine Reihe von
Hausbesetzungen initiert und getragen von Aktiven der linken (und
linksradikalen) Szene, v.a. von Jugendlichen und Studierenden. Um 1974/75
kam die Hausbesetzerbewegung, die zwischenzeitlich ca. 20 Häuser in Besitz
nehmen konnte, an ein Ende, nicht zuletzt aufgrund einer massiven
Repression durch Politik, Polizei und Justiz.
Erst um 1980 kam es zu einer erneuten Welle von Besetzungen, dieses Mal
ausgehend von West-Berlin oder Zürich, Frankfurt spielte eher eine Rolle
als Nachzüglerin, neue Akteure, vor allem aus der "autonomen"
Jugendszene", traten auf - die "alte" Hausbesetzer*innenszene der Spontis
schaute bestenfalls interessiert zu. Seit den 1970er Jahren ist
Hausbesetzung als konfrontative Variante der Einmischung in die kommunale
Politik bis in die Gegenwart aber präsent geblieben.Die Veranstaltung wird getragen von
Aktiven des Frankfurter Archivs der Revolte und der Initiative Stadt für
Alle. Die gezeigten Materialen entstammen weitgehend der Ausstellung
"Dieses Haus ist besetzt! Frankfurter Häuserkampf 1970 - 1974", die im
Oktober 2020 gezeigt werden konnte und in einem Ausstellungskatalog
dokumentiert ist.
SA 13.06.2026
15:30–17:00 Uhr
Kapelle Offenbach
Workshop & Spaziergang
Seit dem Beginn der Jahrtausendwende holten Künstler*innen, Aktivisten, Initiativen und Vereine Zwischennutzungen von den Dächern der Abrisshäuser und aus den Sphären der Besetzerszene auf den Boden der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Dem Generalverdacht des Gentrifizierungs-Motors, baurechtlicher Grauzonen und dem Tanz auf dem Vulkan aus Kooperation, Widerstand, Förderlogiken und wirtschaftspolitischer Sachzwängen zum Trotz, sind gegenwärtige kulturelle Zwischennutzungen heute nicht nur akzeptierter, sondern etablierter Bestandteil des taktischen Urbanismus.
In Zusammenarbeit mit privaten Eigentümer*innen und Kommunen unterstützen Akteur*innen von Zwischennutzungen Kulturarbeit, Stadtteilentwicklung, Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung, Quartiersentwicklung und Public Private Partnerships. Sie gelten als Innenstadt-Belebungs-Maßnahme, Aushängeschild florierender Schwarmstädte und Retter*innen von Baukultur, identitätsprägenden Strukturen sowie Räumen der Erinnerungskultur und strukturschwachen Gebieten bis ins letzte Dorf im Hinterland.
EU-, Bundes- und Landesprogramme, Bundespreise wie Koop Stadt, Netzwerke wie URBACT und Trans Europe Halles, Institute wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Agenturen wie die ZZZ, kommunale Vermittlungs- und Beratungsstellen wie der Raumkompass Nürnberg unterstützen, zusammengehalten vom bundesweiten Netzwerk für Zwischennutzungen (NZN). Es existieren Studien und Handbücher, Begriffswerkzeuge wie Second Hand Spaces, "Broken Windows"-Theorie und Dritte Orte, Best Practice-Modelle, Kongresse und viele andere strukturelle Unterstützungsmaßnahmen mehr.
So scheint 25 Jahre nach dem Aufstieg kultureller Zwischennutzungen das utopische Potential der einstigen Raumkämpfe erschöpft und einem angepassten Pragmatismus gewichen. Doch ist das alles? Muss der Blick auf das aneignen von Raum seitens Zwischennutzer*innen nicht viel weiter zurückreichen und vor allem nach vorn?
Der Workshop lotet aus, wie aus dem verwaltungsrechtlichen Begriff der Zwischennutzung aus der Praxis sozialer Bewegungen unter anderem in Anlehnung an die Erfahrungen mit dem Konzept der "Zone à défendre" - der "zu verteidigenden Zone" - Räume gelebter gesellschaftlicher Zukunftsvisionen denk- und sprechbar werden. Wir tauchen darin ein in bereits bestehende Praktiken sozialökologischer Transformation und probieren, "das Temporäre", "die anderen Orte" in die Zukunft zu denken und das Beständige in räumlichen Momenten von Aufbruch und Neuanfang in Aushandlungsprozessen von Gesellschaften zu reflektieren.
SA 13.06.2026
17:45–19:15 Uhr
Kapelle Offenbach
Workshop
Als Mieter:innen machen wir die Erfahrung, dass Vermieter:innen meistens so viel Miete von uns kassieren möchten wie gesetzlich erlaubt, und oft noch mehr. Doch wie sieht die Rechnung eigentlich von der anderen, der "Angebotsseite" her aus? Welche Kosten und Kalkulationen fließen in den Bau und die Bewirtschaftung von Wohnraum und anderen Immobilien ein? Wie funktioniert dieser Wirtschaftszweig – und welche Alternativen gäbe es dazu? Wie unterscheiden sich die ökonomischen Modelle von selbstverwalteten Wohnprojekten und Genossenschaften von denjenigen der Börsenkonzerne und Briefkastenfirmen? Und wie war das nochmal mit dem Wohnungsbau im Roten Wien? Diesen Fragen will der angebotene Workshop nachgehen. Wir spielen mal kurz Vermieter:in und kalkulieren Kosten, Finanzierung, Aufwand und Ertrag verschiedener Arten von Wohnungsbau und -bewirtschaftung. So können wir nachvollziehen, wo unsere Mieten normalerweise hinfließen und uns überlegen, wie das ganz konkret auch anders gelöst werden könnte.
SA 13.06.2026
17:45–19:15 Uhr
Stadtbibliothek Lesecafe
(Post)Migrantische Gesellschaft / Workshop
This workshop explores how mosques and Muslim communities are embedded in the urban fabric of Offenbach am Main. As one of Germany’s most diverse cities, Offenbach provides a rich setting for examining the intersections of migration, religion, commerce, and everyday city life.
Following a brief introduction to the city's migration history and Muslim communities, participants will visit different mosques and their surrounding neighborhoods in small groups. Through walking and observation, they will explore how mosques are woven into everyday urban life, paying attention to architecture, public space, local businesses, and everyday social interactions.
Participants may consider questions such as: How visible are mosques within the city? How do they relate to surrounding streets, shops, cafés, and housing areas? In what ways do Muslim communities establish a presence and create spaces of belonging within the urban landscape? What do these places reveal about diversity, coexistence, and neighborhood life in contemporary Germany?
The workshop concludes with a group discussion of observations, impressions, and emerging questions. No prior knowledge is required. The session is open to anyone interested in migration, religion, urban diversity, and the role of mosques in shaping everyday urban life.
SA 13.06.2026
17:45–19:15 Uhr
Walterpassage
Selbstverwaltung / World-Cafe´mit Referent*innen
Wie organisiert man ein Gemeinwesen, wenn der Staat nicht für Sicherheit sorgt, sondern eine Bedrohung darstellt? In Rojava haben Menschen mitten im Krieg Strukturen aufgebaut, die auf Räten, Gleichberechtigung und gegenseitiger Hilfe basieren. Aber auch in Offenbach und anderswo entstehen Formen des Zusammenlebens, die sich nicht auf staatliche Absicherung stützen und versuchen die Leerstellen, die der Staat lässt, zu füllen. Beim World Café tauschen wir uns in kleinen Runden aus: Was können wir voneinander lernen – und was lässt sich übertragen?
SA 13.06.2026
17:45–19:15 Uhr
Walterpassage
Gesprächsrunde
Gesprächsrunde zur Vorbereitung des Housing Action Days 2027. Mehr Infos unter: https://housingnotprofit.org
SA 13.06.2026
17:45–19:15 Uhr
radraum
Spaziergang
Offenbach braucht einen Ort, der Kultur zugänglich macht, Teilhabe ermöglicht und die Nachbar*innenschaft belebt. Kurz: Offenbach braucht einen Raum!
Wir wünschen uns einem offenen, nicht-kommerziellen Ort in Innenstadtnähe, der Platz für Austausch, Vernetzung und selbstorganisiertes politisches Engagement bietet. Unsere Idee: ein niedrigschwelliger Begegnungsraum für die Nachbarschaft – unabhängig von Herkunft, Alter oder Einkommen. Ein Ort für Lesungen, Filmabende, Workshops, Gespräche oder einfach gemeinsames Zusammenkommen. Gerade in der aktuellen politischen Lage finden wir es wichtig, progressive Perspektiven sichtbar zu machen und gemeinsam aktiv zu werden.
Da wir bislang noch keinen passenden Raum gefunden haben, wollen wir - ganz im Sinne des Recht auf Stadt Forums - den öffentlichen Raum nutzen und laden zu einem Leerstandsspaziergang durch die Offenbacher Innenstadt ein. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf ungenutzte Orte und kommen darüber ins Gespräch, wie Stadt anders gestaltet werden kann.
Im Anschluss wollen wir den Tag entspannt beim Cornern ausklingen lassen – mit Zeit zum Kennenlernen, Austauschen und Vernetzen.
Ort & Zeit: 13.06.2026, Start 17 Uhr am Schillerplatz
Instagram: @raumraumraum_of
Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit und lasst uns gemeinsam Ideen für einen neuen Raum in Offenbach entwickeln!
SA 13.06.2026
17:45–19:15 Uhr
Schillerplatz
Workshop
Ihr kennt sie alle, die öffenliche Diskussion zur Sicherheitslage in unseren Städten, in der es um angebliche No-go-Area, Angsträume und zunehmende Kriminalität geht. Oft wird das Thema Sicherheit mit dem Thema Zuwanderung verknüpft, so wie zuletzt in der von Friedrich Merz ausgelösten „Stadtbild-Debatte“. Dieser rassistische Move und die rechte autoritäre Besetzung des Themas, lassen viele davor zurückschrecken sich in den Sicherheitsdiskurs einzumischen, auch wenn es reale Sicherheitsprobleme in den Städten gibt.
Unserer Gruppe »Stadt für Alle« Bochum ist es durch einen radikalen Perspektivenwechsel gelungen, in der lokalen Diskussion zum Thema Sicherheit ganz neue Akzente zu setzen. Wir fragten: Was bedeutet Sicherheit in der Stadt für einen Wohnungslosen der auf der Straße lebt? Was ist, wenn die eigene Wohnung angesichts häuslicher Gewalt nicht mehr sicher ist? Warum ist die Ausländerbehörde ein Angstraum?
Mit diesem Blick aus der Perspektive vulnerabler Gruppen intervenierten wir in eine Bürgerkonferenz zum Thema Sicherheit und Ordnung und in den Kommunalwahlkampf. In Form von Stadtrundgängen mit thematischen Kooperationspartner:innen vertieften wir das Thema. Diese positiven Erfahrung möchten wir mit euch teilen. Wir stellen euch unsere Positionen und Methoden zum Umgang mit dem Thema Sicherheit vor und nehmen euch mit auf einen virtuellen Stadtrundgang. Wie könnt ihr das schwierige Thema Sicherheit in eurer Stadt bearbeiten?
SA 13.06.2026
17:45–19:15 Uhr
Ostpol
Performance
Eine Performance auf gelben High Heels; über Leerstand; einen Trash-Quing; jemanden,
der Sterne zählt, die Absurdität von Arbeit; und über die Frage nach Eigentum und unser
Recht auf Stadt.
Was bedeutet eigentlich ‘etwas besitzen’? Was bedeuten ‘haben’ und ‘nicht haben’ in
unserer Welt? Warum stehen Häuser leer, vor denen Menschen auf dem Boden schlafen?
Wie bestimmen wir den Wert von Dingen? Wäre es möglich, das zu ändern? Drehen und
Wenden der ewigen (Selbst)vermarktungsketten? Und ist das jetzt schon Kapitalismuskritik?
Begleitet von Livemusik unterhalten sich zwei Performer*innen auf einer Bühne in skurrilen
Szenen über die Absurdität unserer Welt. Angelehnt an die Planetengeschichten aus Le
Petit Prince verfolgen wir die Protagonist*innen in ihrer unermüdlichen Suche nach Sinn in
einem System, das nur den eigenen Regeln folgt.
Die Künstler*innen begeben sich auf eine offene Suchbewegung durch Leere, kahle Räume,
die Leerstand symbolisieren und in denen sie in knallgelben Kostümen unnatürlich
menschlich hervorstechen.
verwilderte fasern laden wie immer auch das Publikum schließlich zum Mitdenken ein: Lasst
uns die Sterne, die wir uns genommen haben, zurück in den Himmel schicken. Lasst uns
neue Städte bauen. Oder Löcher schaffen, in denen wieder gewohnt werden kann.
Anordnungen sind da, um sie gemeinsam zu brechen. In Eva von Redeckers Worten: „Egal,
was falsch ist an der Welt. Wir haben sie gebaut. Wir können weiter bauen. Mehr Hände
denn je auf der Welt. Wir können anders weiterbauen.“
Was bedeutet eigentlich ‘etwas besitzen’? Was bedeuten ‘haben’ und ‘nicht haben’ in
unserer Welt? Warum stehen Häuser leer, vor denen Menschen auf dem Boden schlafen?
Wie bestimmen wir den Wert von Dingen? Wäre es möglich, das zu ändern? Drehen und
Wenden der ewigen (Selbst)vermarktungsketten? Und ist das jetzt schon Kapitalismuskritik?
Begleitet von Livemusik unterhalten sich zwei Performer*innen auf einer Bühne in skurrilen
Szenen über die Absurdität unserer Welt. Angelehnt an die Planetengeschichten aus Le
Petit Prince verfolgen wir die Protagonist*innen in ihrer unermüdlichen Suche nach Sinn in
einem System, das nur den eigenen Regeln folgt.
Die Künstler*innen begeben sich auf eine offene Suchbewegung durch Leere, kahle Räume,
die Leerstand symbolisieren und in denen sie in knallgelben Kostümen unnatürlich
menschlich hervorstechen. Verwilderte fasern laden wie immer auch das Publikum schließlich zum Mitdenken ein: Lasst
uns die Sterne, die wir uns genommen haben, zurück in den Himmel schicken. Lasst uns
neue Städte bauen. Oder Löcher schaffen, in denen wieder gewohnt werden kann.
Anordnungen sind da, um sie gemeinsam zu brechen. In Eva von Redeckers Worten: „Egal,
was falsch ist an der Welt. Wir haben sie gebaut. Wir können weiter bauen. Mehr Hände
denn je auf der Welt. Wir können anders weiterbauen.“
SA 13.06.2026
20:00–20:30 Uhr
Ostpol
SA 13.06.2026
21:30
Kapelle
SA 13.06.2026
22:30-4:00
Kapelle
9:00–10:00 Uhr
Festivalzentrum II
Workshop
SO 14.06.2026
10:00–11:30 Uhr
Walterpassage I
Bezahlbarer Wohnraum & Mietkämpfe / Workshop mit Vortrag
Immobilienportale, Internetseiten von Vermietern, die Belegeinsicht zu Betriebs- und Heizkostenabrechnungen sowie weitere Datenquellen halten einen umfangreichen Datenschatz bereit. Wo und wie finde und sammle ich Daten? Wie werte ich diese Daten aus? Wie visualisiere ich Daten, z.B. in Form einer Karte? Wie können Erkenntnisse aus der Datenauswertung wohnungspolitisch genutzt werden? Wie können umfangreiche Datensammlungen Mietrechtsberatungen unterstützen? Anhand von zwei Beispielen (Vonovia in Leipzig und einer Wohnungsgenossenschaft in einer ländlichen Kleinstadt Ostdeutschlands) werden erfolgreiche Recherchen und deren Nutzen gezeigt.
SO 14.06.2026
10:00–11:30 Uhr
radraum
Input und Gesprächsrunde
Gemeinschaftlich Wohnen im Alter – Herausforderungen und Gelingensbedingungen! Der Workshop widmet sich den Perspektiven und Bedarfen älterer Menschen auf die Frage nach bezahlbarem, gutem Wohnen – und wie diese Vorstellungen in Offenbach verwirklicht werden können. Geplant ist ein 2-stündiger Workshop im Format eines partizipativen World-Cafés. Nach kurzen Inputs durch Veranstaltende werden die Gäste einbezogen und erhalten die Möglichkeit in wechselnden Kleingruppen ihre Erfahrungen zu teilen, Bedürfnisse werden gesammelt und gemeinsam können auch Forderungen entwickelt werden. Ziel ist es, die Perspektiven verschiedener Altersgruppen und unterschiedlicher Lebensverläufe stärker in wohnungspolitische Debatten einzubringen, generationenübergreifende Diskussionen anzustoßen und konkrete Ansatzpunkte für solidarische Wohnformen zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an ältere und jüngere Menschen, Engagierte, Initiativen sowie alle Interessierten am Thema Wohnen im Alter.
SO 14.06.2026
10:00–11:30 Uhr
Teenie Raum Stadtbibliothek
Bezahlbarer Wohnraum & Mietkämpfe / Input und Gesprächsrunde
Input zum Thema Mietpreisüberhöhung/Mietwucher aus dem bundesweit vernetzten kommunalen Netzwerk Mietpreis von Cathrin Schneider, Amt für Wohnungswesen der Stadt Frankfurt am Main:
Was ist Mietpreisüberhöhung/Mietwucher? Was ist der Unterschied zur Mietpreisbremse? Besteht ein Vollzugsdefizit bei den Behörden – und was tun diese dagegen? Wie ist der derzeitige Sachstand zum Thema in Deutschland?
Viele Teilnehmende des Recht auf Stadt Forums haben zwar regelmäßig mit kommunalen Verwaltungen oder politischen Parteien zu tun, sind aber eher selten selbst Teil davon. Das Thema überhöhte Mieten beschäftigt uns als Bewegung schon lange, aber die Verfolgung von Mietpreisüberhöhung/Mietwucher ist bisher vor allem eines der städtischen Verwaltungen bzw. auch lokaler (Partei)Politik.
Anschließende Diskussion:
* Sollte die Verfolgung von Mietwucher den Profis in der Verwaltung überlassen werden oder braucht es eine konstruktive Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Initiativen?
* Was sind Hürden, um die Verfolgung von Mietwucher auch in anderen Städten umzusetzen? Ist das ein lohnenswertes Ziel stadtpolitischer Initiativen?
* Macht es Sinn, sich als Initiativen mit diesem Thema auseinanderzusetzen oder setzt dies Fachexpertise voraus, die viele Aktive nicht leisten können?
SO 14.06.2026
10:00–11:30 Uhr
Ostpol
(Post)Migrantische Gesellschaft / Spaziergang
Offenbach ist eine der vielfältigsten Städte Deutschlands. Menschen mit unterschiedlichsten Biografien leben, arbeiten und engagieren sich hier. Doch Vielfalt allein bedeutet noch nicht, dass alle die gleichen Chancen haben, die Zukunft der Stadt mitzugestalten.
Auf diesem biografischen Stadtspaziergang nimmt Zijad Doličanin, Mitgründer von VAIR e.V., die Teilnehmenden mit auf eine persönliche Reise durch das Offenbacher Nordend. An Orten, die seine Entwicklung geprägt haben, erzählt er von den Erfahrungen einer Generation, die in Offenbach aufgewachsen ist, Chancen genutzt, Herausforderungen gemeistert und sich ihren Platz in der Gesellschaft oft selbst erarbeitet hat.
An den verschiedenen Stationen wird deutlich, warum Selbstorganisation ein wichtiger Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe ist und wie gemeinsames Engagement dazu beitragen kann, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und neue Chancen zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um die Geschichte eines Vereins, sondern um die Frage, wie eine vielfältige Stadt ihre Zukunft gemeinsam gestalten kann.
Ein Stadtspaziergang über Offenbach, persönliche Erfahrungen, gesellschaftlichen Wandel und die Kraft von Menschen, die ihre Stadt aktiv mitgestalten wollen.
SO 14.06.2026
10:00–11:30 Uhr
Öffentlicher Raum, Route: Goetheplatz (Startpunkt) – Jugendzentrum Nordend – Heyne Fabrik – VAIRPLAY – Hafen Offenbach
13:30–15:00 Uhr
Festivalzentrum II
copwatchffm/solikreisbiriq
No Justice! No Peace! Kundgebung in Gedenken an Fartoun Ali Haroun
Am 15. Juni vor zwei Jahren ist Fartoun in der JVA Preungesheim, Frankfurt gestorben. Der Tod der 36-jährigen wäre vermeidbar gewesen. Das rassistische und ableistische System dieses Staats hat wieder eine Mutter, eine Schwester, eine Freundin genommen, anstatt ihr die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie gebraucht hätte. Lasst uns gemeinsam kämpfen und unserer Wut und unserer Trauer auf die Straße tragen! Kommt zur Kundgebung am 14.06. ab 15 Uhr auf der Konstablerwache Frankfurt am Main.
In Erinnerung an all diejenigen, die durch Polizei, Känsten oder sog. staatliche oder institutionelle Obhut getötet worden sind!
~english~
No Justice! No Peace!Rally in Memory of Fartoun Ali Haroun
Two years ago on June 15, Fartoun died at the Preungesheim Prison in Frankfurt. The death of this 36-year-old woman could have been prevented. The racist and ableist system of this state has once again taken a mother, a sister, a friend, instead of providing her with the support she needed. Let’s fight together and take our anger and grief to the streets! Come to the rally on June 14 starting at 3 p.m. at Konstablerwache in Frankfurt am Main.
In memory of all those who have been killed by the police, prisons, or so-called state or institutional care!
SO 14.06.2026
15 Uhr
Konstablerwache Frankfurt