Aktivistische Untersuchungen zum Immobilienkapital: Vonovia & Co. für Recht auf Stadt-Gruppen

Workshop | Samstag 11.6. | 17–19 Uhr | Turmbühne

Die Forderung nach Enteignung der Wohnungskonzerne hat sich in Berlin als mobilisierungstauglich erwiesen. Aber damit ist die Vergesellschaftung noch lange nicht erreicht. In den meisten Städten ist die Enteignungsforderung nur für eine kleine Minderheit relevant, und auch dort wird es meist nicht konkret. Unterdessen hat sich Immobilienkapital hat sich weiter konzentriert, vor allem durch die Übernahme der Deutsche Wohnen durch die Vonovia. Es zeigen sich auf den Kapitalmärkten aber auch Grenzen des bisherigen Expansionsmodels. Wie kann die schwächelnde Organisierung der MieterInnen verbessert werden und welche Rolle können dabei die Recht auf Stadt-Gruppen spielen? Wo bestehen lokale Anknüpfungspunkte für eine Verbindung der Kämpfe?

Um herauszufinden, welche lokalen Ansatzpunkte und Potenziale zur Organisierung gegen Vonovia & Co. bestehen, bieten sich verschiedene Methoden an. Auch wenn es in einer Stadt scheinbar keine akuten Mieter:innenkämpfe gibt, schlummern in den Wohnvierteln jede Menge soziale Konflikte.  Als einen ersten Schritt kann man die Immobilienstandorte der Konzerne erfassen und sich mit ihren jeweiligen Eigentümerstrukturen und Geschäftsmodellen befassen. Daraus ergibt sich ein Strauß typischer Konflikte mit den Interessen der Mieter:innen und der Stadtgesellschaft, zu dem bundesweit Wissen abrufbar ist. Es lässt sich auch herausfinden, welche Rolle die Konzerne für den lokalen Mietwohnungsmarkt spielen. All das kann eine Grundlage für eine ernsthafte wohnungspolitische Basisarbeit sein.

In diesem Workshop stellen wir einige Methoden und Ansätze für aktivistische Untersuchungen zum Immobilienkapital vor. Bringt eure Erfahrungen ein!

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