„kollektiv organisieren – präventiv behandeln“ – solidarische Gesundheitszentren auf der Suche

Vortrag & Diskussion | Samstag 11.6. | 13–15 Uhr | Turmkneipe

Nach 2 Jahren Coronapandemie wissen wir: Gesundheit darf nicht individuell verhandelt werden, es ist keine persönliche Ressource, deren Erhalt bzw. (Wieder-) Herstellung in der Verantwortung der einzelnen Person liegt. Körperliches und seelisches Wohlbefinden hängen maßgeblich mit sozialen und ökonomischen Faktoren wie Wohnen, Einkommen, Mobilität, Diskriminierung und Umwelteinflüssen zusammen. Gesundheit ist mehr als Medizin.

Wenn die Lebensverhältnisse im Kiez (steigende Mieten, Schimmel, Lärm oder Stress mit dem Jobcenter) unsere Gesundheit zu einem großen Teil mitbestimmen, dann gibt es einen Zusammenhang zwischen meiner Gesundheit und der meiner Nachbar:innen. Solidarische Gesundheitszentren können ein lokaler Ansatz sein, der die Vorstellungskraft der Menschen für eine andere Gesundheitsversorgung freisetzt. Sich im Stadtteil selbst zum Thema Gesundheit organisieren, Sorgen und Nöte kollektivieren und besprechbar machen, kann unsere Gegenstrategie zu Vereinzelung und Ökonomisierung sein. Die solidarischen Gesundheitszentren haben darauf keine pauschalen Antworten, es gilt sich mit den Menschen im Stadtteil auf die Suche nach Lösungen zu begeben.

Mit:

  • Gruppe für ein solidarisches Gesundheitszentrum in Jena