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Recht Auf Stadt Forum 2021
03.-05. September in der Alten VHS Bonn


Träume Brauchen Räume – Alle zusammen gegen die neoliberale Stadt

Das Recht auf Stadt ist immer noch nicht erkämpft und gerade in Zeiten einer globalen Krise wird noch einmal deutlicher, wie wichtig eine solidarische Stadt ist. Ob Aufenthalt, Wohnen, Mobilität, Klima, Kunst, Freiräume oder Gesundheit – unter vielen Aspekten wird das Recht auf Stadt verhandelt. Wir wollen uns wie jedes Jahr ein ganzes Wochenende diesen Themen widmen. Wir alle führen unterschiedliche stadtpolitische Kämpfe über die wir uns austauschen, voneinander lernen, miteinander solidarisieren und gemeinsam neue Ideen und Strategien entwickeln wollen.

Das diesjährige Forum wird vom 3. bis 5. September 2021 in der Alten VHS in Bonn (www.alte-vhs.de) stattfinden.

Recht auf Stadt

Stell dir vor, die Stadt fragt dich, wer du bist und was du von ihr brauchst.
Stell dir vor, gute Ideen werden in deiner Stadt gehört.
Stell dir vor, du gestaltest dein Viertel mit.
Stell dir vor, du findest Räume, die du frei gestalten kannst.
Stell dir vor, du willst in deiner Stadt was bewegen und es ist einfach.
Stell dir vor, es gibt bezahlbaren Wohnraum für Alle.
Stell dir vor, du kannst ganz entspannt mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren.
Stell dir vor, Bus und Bahn sind umsonst.
Stell dir vor, deine Stadt wird nachhaltig und Alle machen mit.
Stell dir vor, in deiner Stadt ist es egal woher du kommst, wie du aussiehst und wen du liebst.


„Recht auf Stadt“ ist eine soziale Bewegung, in der Stadtbewohner*innen sich zusammenschließen um gemeinsam ihre Rechte einzufordern. Der Begründer des Begriffes, der französische Soziologe Henri Lefevbre verbindet mit der Stadt das “Recht auf ein transformiertes, erneuertes urbanes Leben.“1. Wir sehen sie als einen Ort der Möglichkeiten und Diversität. Möglichkeiten zu Wohnen, zu genießen, zu arbeiten, zu verweilen, für Gemeinschaft, für Kultur und um Ideen umzusetzen. Diese Möglichkeiten müssen Allen offen stehen unabhängig von Aussehen, Geschlecht, Herkunft und finanziellen Mitteln. Die Anerkennung der Diversität städtischen Lebens ist für uns ein zentraler Bestandteil von Recht auf Stadt.

Wir beobachten in den Städten sich entgegenwirkende Entwicklungen: Einerseits gibt es ein lebendiges und buntes Zusammenleben in vielen Städten. Andererseits beobachten wir Mietsteigerungen in Innenstadtnähe und die Verdrängung finanzschwacher Bewohner*Innen, die Zerstörung gewachsener Strukturen zugunsten von Großprojekten und die zunehmende Kommerzialisierung in nahezu allen Lebensbereichen.
Diese Prozesse führen dazu, dass zum einen die entstehende Diversität gefährdet wird und zum anderen die Möglichkeit auf ein gutes Leben immer mehr von der individuellen Finanzkraft abhängig ist. Recht auf Stadt bedeutet für uns jedoch die Möglichkeit auf ein gutes Leben für Alle, unabhängig von Einkommen, Herkunft und sozialem Status!
Um dies einzulösen muss Stadtentwicklung durch die Gesellschaft erfolgen. Echte Teilhabe an Stadtentwicklung und Transparenz von politischen Verfahren sind nötig, um die Stadt im Sinne aller zu entwickeln.²

(1) Henri Lefebvre: Le droit à la ville. Anthropos, Paris 2009, S. 108.
(2) Bei diesem Text handelt es sich um eine abgewandelte Form des Selbstverständnisses des Bonner Recht auf Stadt Netzwerkes.